Das Warten hat ein Ende

Jakob Menkhaus, Isabell Holtkamp, Lea-Sophie Risse und Lukas Licher

Es war ein ungewohntes und gleichzeitig doch sehr vertrautes Gefühl, welches vier Mitglieder des Schwimmteams von Schwarz-Weiß Lienen am vergangenen Wochenende in Münster erleben durften. Der Schwimmbezirk Nordwestfalen lud zum zweitägigen Bezirks-Schwimmtreff auf der 50m-Bahn ins Freibad an der Coburg ein, wo vor gut einem dreiviertel Jahr die letzte Wettkampfveranstaltung stattgefunden hatte. Erst seit wenigen Wochen war es den SWL-Schwimmern wieder möglich, Trainingseinheiten im Wasser zu absolvieren. Vorher stand nur Athletiktraining online von zuhause oder gemeinsam im Freien an. Dementsprechend reiste der SWL nur mit einem kleinen Team nach Münster, weil sich viele zum aktuellen Zeitpunkt formtechnisch noch keinen Wettkampf-Restart vorstellen konnten. Ähnlich war diese Wahrnehmung wohl auch in anderen Vereinen des Bezirks: Für die Veranstaltung hatten sich nur 150 Teilnehmer angemeldet, was zu einer schnellen Wettkampfabfolge mit wenigen Pausen zwischen den Starts führte.

Isabell Holtkamp (Jahrgang 1997) und Jakob Menkhaus (2001) hatten durch fast tägliche Trainingseinheiten im Münsteraner Wettkampfbecken in den letzten Wochen schon einige Trainingskilometer auf dem Buckel und versprachen sich einen guten Wettkampfauftakt. Ganz zufrieden waren sie am Ende des Wochenendes mit ihren Leistungen noch nicht. „Das Wassergefühl war nicht so gut dieses Wochenende. Im Training sind wir bessere Zeiten geschwommen.“, räumte Isabell ein. Vor allem ihre Zeit über 50m Schmetterling (0:35,44 min) war aber in Anbetracht der langen Wettkampfpause ein ordentlicher Einstand. Bei seinen fünf Starts war auch Jakob ein Stück von seinen Bestzeiten entfernt. Dennoch lässt sich auf den Zeiten wie über 50 m Freistil (0:27,52 min) aufbauen.

Auch Lea-Sophie Risse (2003) fieberte der Wettkampfveranstaltung entgegen. Im Gegensatz zu den anderen im Team hatte sie aufgrund muskulärer Probleme noch länger auf ihren ersten Wettkampf warten müssen. Die Ergebnisse unter anderem über die 50 m Rücken (0:38,77 min) zeigen ihr jedoch, dass in ein paar Monaten wieder einiges drin sein kann. Lukas Licher (1990) war nur am Sonntag mit dem Team nach Münster gereist, wo er bei den letzten Bezirksmeisterschaften über 50 m Brust eine Bestzeit und Finalteilnahme einfuhr. Auf dieser Strecke kam er diesmal nicht über eine 0:36,63 min hinaus. Dennoch blickt er als gleichzeitiger Trainer optimistisch in die nächsten Wochen und Monate: „Uns fehlen die Trainingskilometer und die Wettkampfhärte. Aber wenn die Lage so bleibt und Ende des Jahres Meisterschaften stattfinden können, sind wir hoffentlich bereit, an unsere Bestzeiten heranzukommen.“

Jakob Menkhaus, Isabell Holtkamp, Lea-Sophie Risse und Lukas Licher