Endlich Re-Start nach langer Wettkampfpause

(von links nach rechts) Jan-Henrik Huneke, Lukas Licher, Nico Düing und Ruben Borgmann. Vorne von links nach rechts: Birte Borgmann, Kampfrichterin Jana Epmann und Isabell Holtkamp.

Nach der rund siebenmonatigen coronabedingten Wettkampfpause stand für das Schwimmteam von SW Lienen am vorletzten Wochenende mit dem Münsteraner Sprinterpokal endlich wieder ein Wettkampf auf dem Programm. Um den Wettkampf ausführen zu können, hatte die gastgebende SGS Münster die traditionell im Stadtbad Mitte stattfindende Veranstaltung kurzerhand ins Freibad an die Coburg verlegt, um so größere Abstände zwischen den Teilnehmern gewährleisten zu können. Es galten demnach strenge Hygienevorgaben, sodass unter anderem keine Zuschauer erlaubt waren, die teilnehmenden Vereine strikt voneinander getrennt wurden und für die Kampfrichter (den SWL vertrat hier Jana Epmann) eine Maskenpflicht galt. Aufgrund dieser Vorschriften war es schon eine sehr gespenstische Atmosphäre und eine richtige Stimmung kam nicht auf. Dennoch waren alle froh endlich wieder einen Wettkampf absolvieren zu können und nicht immer „nur“ trainieren zu müssen.

Einen sehr guten Tag erwischte Ruben Borgmann (Jg. 2003), der bei seinen beiden Starts über 50m Freistil (0:28,22 min) und über 50m Schmetterling (0:30,77) jeweils eine neue Bestzeit schwamm und somit für ein Highlight aus SWL-Sicht sorgte. Auch seine Schwester Birte (Jg. 2003) startete über diese beiden Sprintstrecken und konnte ebenfalls zufrieden sein. Sowohl in Freistil (0:33,33) als auch in Schmetterling (0:36,24) war Birte auf der Langbahn noch nicht schneller gewesen. Ein besonderer Tag war es auch für Isabell Holtkamp (Jg. 1997), die nach mehrjähriger Pause erst vor einigen Wochen wieder ins Team zurückgekehrt war und somit gleich einen ersten Gradmesser hatte. Isabell zeigte bei ihren beiden Starts über 50m Freistil (0:33,62) und Schmetterling (0:38,00), dass sie schon wieder einen guten Leistungsstand erreicht hat. Ebenfalls einen sehr guten Leistungsstand stellte Nico Düing (Jg. 2005) unter Beweis. Nico startete unter anderem über die auf der 50m-Bahn sehr harten 100m Schmetterling und konnte mit seiner Zeit von 1:22,03 eine neue persönliche Langbahn-Bestzeit aufstellen. Auch auf den 50m Freistil schlug Nico in 0:30,22 in neuer persönlicher Bestzeit an und freute sich zurecht über einen gelungenen Tag. Gemischte Gefühle hingegen hatten Jan-Henrik Huneke (Jg. 1999) und Lukas Licher (Jg. 1990) am Ende des Wettkampftags. Beide starteten über 50m Freistil und 200m Brust und wussten nicht so recht, wie sie ihre Leistungen einordnen sollten. So zeigte sich Jan-Henrik mit der Bruststrecke (2:57,91) noch einverstanden, war jedoch mit seiner Zeit in Freistil (0:29,28) nicht zufrieden. Bei Lukas war es genau umgekehrt. Der Freistilsprint war mit 0:28,09 noch okay, die 200m Brust mit 3:02,52 eher enttäuschend.

In den kommenden Wochen heißt es für das Team nun erstmal wieder „nur“ zu trainieren, da nahezu alle Wettkämpfe aufgrund des nicht einzuhaltenden Abstandsgebots in den Hallenbädern abgesagt wurden. Wann die Schwarz-Weißen wieder auf Wettkämpfen ins Wasser springen, steht leider noch in den Sternen.

(von links nach rechts) Jan-Henrik Huneke, Lukas Licher, Nico Düing und Ruben Borgmann. Vorne von links nach rechts: Birte Borgmann, Kampfrichterin Jana Epmann und Isabell Holtkamp.